Ungarn und Tschechien wollen ungelöste Probleme
   der Vergangenheit diskutieren

Ungarn und Tschechien wollen einen offenen Dialog über die gemeinsame Geschichte führen und über ungelöste Probleme aus der Vergangenheit diskutieren. Dies teilte der Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, Zsolt Németh, am Montag nach seinem Besuch in Prag mit. Nach einem Gespräch mit dem tschechischen Vizeaußenminister Jiří Schneider sagte Németh, es werde eine gemeinsame Historikerkommission errichtet, die sich mit kontroversen Themen der Vergangenheit befassen soll. Ungarn kritisiert beispielsweise die „Beneš-Dekrete“. Die Nachrichtenagentur MTI erinnerte vor kurzem daran, dass aufgrund dieser Dekrete nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 100.000 Ungarn aus der Tschechoslowakei deportiert oder in Arbeitslager geschickt worden waren.

© Copyright 2012
by Radio Prag
Alle Rechte vorbehalten.