Streit um Waldgebiet nähert sich dem Ende:
    Stiftung Egerwald beschlossen

Ein jahrelanger Rechtsstreit um ein Waldgebiet der westböhmischen Stadt Cheb / Eger, das im benachbarten Bayern liegt, wird voraussichtlich bald begraben. Im Herbst will Cheb dazu die Vereinbarung zur Gründung der gemeinsamen Stiftung Egerwald (Chebský les) mit dem oberpfälzischen Bezirk Tirschenreuth unterzeichnen, in dem sich der Wald befindet. In diese Stiftung werden die Erlöse aus der Bewirtschaftung des Waldes fließen, der Eigentum von Cheb ist, zu Zeiten des Kalten Krieges aber unter der Zwangsverwaltung des deutschen Staates stand. Seit der Wende ist die Stadt Cheb bemüht, wieder Zugriff auf das 647 Hektar große Waldstück zu erlangen.

Im Jahr 2010 entschied das Verwaltungsgericht Regensburg, dass das Andauern der Zwangsverwaltung unrechtmäßig sei. Daraufhin hatte die bayerische Landesregierung dem Rathaus von Cheb ein Angebot von 10 Millionen Euro für das Waldstück gemacht. Die Stadtväter von Cheb haben jedoch abgelehnt. Der jetzigen Variante aber, mittels einer Stiftung an den Einnahmen aus der Waldwirtschaft zu partizipieren, hat das Stadtparlament schon Ende Juni zugestimmt. Nun willigte auch die deutsche Seite ein.



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